Dienstag, 10. November 2015

Roman Manuskript: Das Geheimnis der Schwarzen Strudel

Es handelt sich um die ersten 30 Seiten eines Manuskriptes, die ich für meine Bewerbung am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig im vorletzten Jahr angefertigt habe. 

Es handelt sich um eine Geschichte, die irgendwo zwischen Mystery und Horror zuzuordnen ist, gepaart mit einer Liebesgeschichte und vielen Irrungen und Wirrungen. Hierin steckt aber auch schon das erste Problem dieser Geschichte - sie ist verdammt schwer zuzuordnen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Lennea, die bei einem Unfall ihren Arm verlor und sich aus diesem Grund in einer Reha-Klinik befindet. Eines Morgens erwacht sie jedoch am Strand und findet ihren Arm wieder an seiner alten Stelle vor. Keiner der anderen Patienten und keiner im Personal scheint sich an ihren Unfall zu erinnern und Lennea beginnt, mehr und mehr an ihrem Verstand zu zweifeln... Von hier an verstrickt sich die Geschichte immer weiter. Lennea wird von seltsamen Wesen aus dem Wasser verfolgt, lernt über das Geheimnis der schwarzen Strudel, die angeblich Wünsche erfüllen sollen und muss herausfinden, dass sie mehr verloren hat, als nur einen Teil ihres Körpers. Klingt wirr? Ist es auch. Und das ist sicher auch eine der größten Schwächen dieser Geschichte und einer der Gründe, weshalb ich sie nie fortgesetzt habe. Dazu kommen noch weitere Probleme, die ich mit meiner neu gewonnenen Erfahrung in den letzten anderthalb Jahren vielleicht vermeiden würde.
Falls euch das Manuskript dennoch gefallen sollte, gebt mir doch Feedback und vielleicht finde ich ja neue Motivation, die Geschichte zumindest in einer Novelle abzuschließen.

Ach ja, noch etwas: die Geschichte entstand übrigens aus einer Kurzgeschichte, die ich in einem kleinen Experiment verfasst habe. Das Experiment war, eine vollständige Geschichte zu schreiben, ohne den Stift zwischendurch abzusetzen, also ohne längeres Nachdenken - einfach von Satz zu Satz. Die Geschichte bräuchte vielleicht etwas Überarbeitung, aber gerne würde ich sie euch in naher Zukunft ebenfalls vorstellen.

Aber jetzt zurück zum Roman Manuskript

Die Geschichte als PDF findet ihr hier: DOWNLOAD

Demnächst stelle ich euch dann auch das Manuskript aus meiner diesjährigen Bewerbung vor. Die Geschichte trägt den Projekttitel "Das Camp".

Sonntag, 1. November 2015

Kurzgeschichten in drei Sätzen

Heute möchte ich mich an etwas neuem probieren. Kurzgeschichte, die in maximal 2-3 Sätzen erzählt sind und trotzdem ihre volle Wirkung entfalten. Ich vermute das wird mir in einigen Fällen besser und in anderen weniger gelingen. Auf jeden Fall ist es eine gute Übung, die eigene Fantasie anzuregen.

Hier sind meine ersten drei Beispiele. Sicherlich keine Meisterwerke, aber sie sollten gut darstellen, was ich unter solchen - nennen wir sie mal "Superkurzgeschichten" - verstehe.

1. Ich habe meinem Sohn heute das Fahrradfahren beigebracht, in dem ich das Fahrrad irgendwann einfach losgelassen habe. Für zwei Minuten fuhr er wie ein Meister. Hätte ich ihm nur vorher gezeigt, wie man bremst.

2. In Großvaters Testament stand nur ein einziger Satz: "Verschließt meinen Sarg so fest, wie nur möglich." Er fürchtete nicht dass er ausbrechen könnte, sondern, dass "sie" zu ihm hinein kommen.

3. Der Arzt hatte heute eine gute und eine schlechte Nachricht für mich. Die Gute: meine Frau ist im dritten Monat schwanger, die schlechte: ich habe nur noch ein halbes Jahr zu Leben. Der Wettlauf beginnt.


Hat man erst einmal diese 3 Sätze zu Papier gebracht, hat man anschließend natürlich auch die Möglichkeit, sie in eine längere Kurzgeschichte auszubauen, ähnlich wie der ein oder andere Autor bereits aus einer Kurzgeschichte einen ganzen Roman gemacht hat. Wer weiß, vielleicht sind die Ideen, die euch in solchen Superkurzgeschichten kommen ja am Ende der Ausgang für einen ganzen Epos. Aber bis dahin sind sie auf jeden Fall eine tolle, kleine Übung.